Dienstag, 20. November 2007

Wer "House" hasst wird das lieben!

Richtig klappen wird es nicht. Wem das Rezipieren von House, Elektro oder Dance kein Plaisir ist, den kann und vermag ich nicht zu überzeugen, aber diejenigen hören sowieso lieber Creedance Clearwater Revival und wünschen sich die "guten, alten" Drogenzeiten zurück. (Nicht böse sein!)

Diesen Samstag ist mir wieder etwas entscheidendes verdeutlicht worden: In einem Club muss es krachen! Neue Erkenntnisse bei "unbarmherzig"!

Ich war am Wochenende feiern, wie das so schön heisst. Wieder einer dieser Begriffe die nerven. Zum Punkt. Ich vergnügte mich in einem kleinen Club, welcher neben einem Barbereich noch die Möglichkeit offenhält entweder zu Soulmusik oder alternativ zu Elektro/Minimal das Tanzbein zu schwingen. Das Bier schmeckte wie immer lecker, besonders zur Happy Hour.
Verwunderlich war jedoch der Umstand, dass sich um halb eins etwa 2 Leute auf der Tanzfläche befanden. Es füllte sich zwar mehr und mehr, aber so richtig voll wurde es dennoch nicht.
Dafür sind im besonderen zwei Gründe anzuführen. Erstens wars kalt und die Studenten holen sich die richtige Dosis Alkohol lieber unter der Woche, damit die Mathevorlesung erträglicher wird. Zweitens die Musik.

Als positiv herrauszustellen ist die Tatsache, dass die Djs, soweit ich es überblicken konnte, noch mit Vinyl arbeiten und nicht ihre Winamp Playlists bemühen. Durch Abwesenheit glänzten des Weiteren die billigen, amplifizierten Zurufe an die Dorfjugend, welche den Vodkakonsum steigern sollen. Mit Abwesenheit wartete aber auch die Stimmung auf. Denn die 7 Minuten langen Minimal Songs, mit dem immerselben Beat, wirken wenig anregend. Ein guter, lässiger Konter war von der Soularea auch nicht zu bekommen, denn bis auf eine groovige Version von "Hit The Road Jack" und ein bißchen Amy Winehouse blieb es weitesgehend dröge.

Zu wundern brauch man sich nicht, denn wie will man bitte 7 Stunden lang ein und dieselbe Musikrichtung auflegen und dabei nicht in die Belanglosigkeit des gewählten Genres versacken. Was es braucht ist also ein absoluter Über-Dj, den (die) es zweifelsohne gibt, der sich steigert und zwischen 1 und 4 die Hütte abreißt oder den Winamp-Mann mit den Hits von gestern, heute und morgen, der sich für keinen Techno oder Popsong zu schade ist. Jump Style darf natürlich nicht fehlen!

Minimal Techno als Prolog oder Interlude ist herrlich und Soul auch. Würde doch mal jemand "My Man Is A Mean Man" von Sharon Jones kredenzen, ein wenig James Brown drüberstreuen und sich mit einem Maceo Parker Dessert verabschieden. 7 Stunden geht einfach nicht.

Was die Überschrift mit dem Artikel zu tun weiss ich jetzt auch nicht, wobei es mir gerade wieder in den Sinn kommt. Ich wollte ursprünglich David Guetta anpreisen und ein Postulat vorantreiben, welches sein Album "Pop Life" lobt . Dafür bin ich jetzt aber zu müde, deshalb wird das morgen erledigt.

Keine Kommentare: