
ist ein hinterlistiger Trick, vieler feiger Ritter, ausgeführt in
klischeehafter Hollywoodmanier.
Disturbed,
sind eine brutale
Rockband, bestehend aus gereiften Musikern in umwerfender Produktion.
Disturbed sind wie keine andere Band. Woran das liegt ist schnell erklärt. Sind sind kompromisslos. Das sind Bands wie
Aborted auch. Nun ja, die sind aber kompromisslos
scheiße. (Instrumente verprügeln ist keine Musik! Bitte merken.)
Wie äußert sich ihre
Kompromisslosigkeit? Vor allem ist es ihre einfache Sicht der Dinge. Laut, hart und kein
Gesülze. Explizit ist ihr Selbstverständnis
begründet auf einem dermaßen
staubttrockenen Sound, dass ich beim ersten Hören schon
Lacrimal Augentropfen brauche (so wie die Ritter wahrscheinlich). Sie verzichten auf den zuletzt so populären
Vintage Sound. Wenn ich der 60
ziger 70
ziger Mucke lauschen will
tu ich das auch und bediene mich nicht schlechter Kopien aus der "Neuzeit". Sie stürmen stattdessen mit modernen
Metal Hi-
Gain Gitarrensounds, unterstützt durch
rhytmusbetonte Bass und
Drumlinien nach vorne. Gesanglich setzt man auf viel Druck,
staccato Shouts und glücklicherweise kein Affengebrüll.
Endlich mal wieder etwas innovatives, ist doch die Rockmusik der letzten Jahre durch zu viele amerikanische
independent Rockbands geprägt. Ihre
pseudo-intellektuellen Texte gepaart mit
zu wenig musikalischem Talent führen zu kurzweiligen
Aggressionschüben. Was
solls. Lieber wieder über
Disturbed reden, die führen nämlich zu ekstatischem Kopfwackeln.
Ihr Werk
Ten Thousand Fists ist ein Meisterwerk. Wer braucht die sonst schon fast obligatorischen Balladen? Lieber ein
Genesis-
Cover. Ja!
Genesis-
Cover und was für eins. Ich wage mal die These aufzustellen, dass es sich um eins der Top 5
Cover aller Zeiten handelt. Wie der
Chrous voller Akkordepik hervorsticht ist just
over the top. Sie kommen auch ohne
metalübliche Synthiestreicher aus, was mich überglücklich macht.
Das ganze Album ist
gepflastert mit potentiellen
Hits. 10000
Fists, Just
Stop, Stricken, Land
of Cofusion (das
Genesis-
Cover),
Sacred Live oder das für
Distrubed exemplarische
Son of a
Plunder wären
radiotauglich. Kein Scherz, sondern fundierte Kritik.
Immer wieder bin ich von den ganzen
Riffs überrascht die
Dan Donegan anbietet. "geht gut ab", ein Zitat aus dem
Rezensionsbereich bei
Amazon. Nein!!! Geht ab wie eine Kampfsau, die ihre Ferkel vor einer Horde Wölfe verteidigt. Einfachheit bestimmt das Bild, aber mit unerwarteten kreativen Ausbrüchen, die jeden in Staunen versetzen werden.
Fazit: Wer fetten Rock mag, wird
Disturbed lieben, wenn nicht, dann besser
Hilary Duff hören.
9 von 10 Punkten. Ein Punkt Abzug
gibt es, weil ich diese Musik nicht den ganzen Tag hören kann. Bin eben streng, aber die richtige Dosis
Disturbed,
puhhh....lauter!