Unentwegt bemühen sich die Medien eine kleine Priese Jazz und Klassik in den Kosmos zu streuen, um das Gewissen des Zuhörers zu entlasten. Den Großteil der Menschen, sofern nicht elitär oder unentwegt durch "die alte Schule" geprägt besinnt sich nämlich auf Rock/Pop und die älteren Mitmenschen auch manchmal auf Schlager. (die Besoffenen auch) Besagtes Gewissen gilt es aber auch zu beruhigen und daher muss man ab und an erzählen was man denn Alles an Klassik und Jazz so rezipiert. Ja, is klar.Till Brönner ist da ein schönes Beispiel. Der darf mal ein wenig bei Schmidt und Pocher spielen, wird beim "Echo" mit der Kamera eingefangen und besitzt ein ansprechendes Äußeres. Genauso wie Lang Lang, Anna Netrebko und die Verbliebenen die mir erst einfallen wenn ich gerade den Artikel fertig habe.
Irgendwie polarisieren diese Musiker nicht richtig. Außer Frage steht, dass ihr Handwerkszeug exzellent ist. Lang Lang bildet eine fast komische Erscheinung und besitzt herrausragende Technik. In Anna Netrebko hat man eine Opern-Diva gefunden, die nicht 7 Tonnen wiegt und Till Brönner spielt bei jedem Song ein anderes Instrument.
Bekennen kann ich mich jedoch zu keiner Person. Spreche ich davon das ich Brönners Dvd gut finde, dann bekomme ich zu Hören, wie innovativ es doch ist, dass er einen Dj dabei hat. Oh ja. Würde ich Netrebko live sehen, dann würde die Frage gestellt ob die denn live auch so toll singen kann wie im Fernsehen. Argh. Bei Lang Lang wäre wohl auch eher nach Schnelligkeit und nicht nach Interpretation gefragt usw. .
Das nervt. Vermeiden kann man das nicht, aber es nervt. Wenn ihr Oper ansprechend findet, dann beschäftigt euch damit und geht doch nicht in eine Open-Air Veranstaltung mit 50000 anderen Menschen, wo man Alles nur über Lautsprecher hört und ja, Weihnachtsalben sind immer scheisse. Entschuldigung. Die sind scheisse! Egal von wem und es gibt weiss Gott genug von dem Zeug.
Also wer sich für Klavier interessiert kann es ja mal mit Swjatoslaw Richter versuchen und wenn man Trompetenfetischist ist Joo Kraus "Public Jazz Lounge" hören. Opern von von Gluck ohne Netrebko sind auch toll. Viel Spaß!
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