Alicia Keys ist Vollblutmusikerin. Sie beherrscht das Spielen eines Instrumentes, besitzt energetische Bühnenpräsenz und betätigt sich als kreative Songwriterin. Ihre aktuelle Single ist jedoch abscheulich.Entspricht es nicht meiner Philosphie jedes Werk was mich nicht anspricht ins Bodenlose zu verreißen, so muss ich an dieser Stelle eine Ausnahme machen. Die Vorabsingle "No One" ist geradezu unerträglich.
Der monotone, künstlich anmutende und überproduziert laute Beat des Stücks versaut von Beginn an die Substanz. Das einsetzende Klavier wird als obligatorisches Mittel der Melodiesierung genutzt und der Gesang lässt mich flehend in die Knie sinken. Wo sind meine Ohrstöpsel?
Alicia Keys singt sich wie immer den Frust von der Seele, aber diesmal muss wohl der Untergang der Welt kurz bevorstehen. Ihre Stimme vermittelt eine Mischung aus Mandelentzündung, Heulen und Schreien. Dies führt zunächst zu Irritation und dann zu Aggression.
Meine Ohren vernehmen ein Gejaule der besonderen Extraklasse. Ihr melismatisches Gejodel bringt mein Trommelfell an die Schmerzgrenze und der dauerhafte Eindruck, dass sie falsche Töne singt, sorgt auch nicht für Wohlbefinden. Ich kann nicht verstehen wie man das veröffentlichen kann. Da gefiel mir sogar Rihannas Gekrächze bei "Unfaihtful" besser.
So das wars schon!
Empfehlung des Tages: Gang Starr-Royalty, passt perfekt zur Mischung aus wärmender Sonne und Kälte des Winters.
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