Samstag, 27. Oktober 2007

Das schreit nach Remix!

Wie man das nennen soll, da bin ich mir nicht so sicher. Elektro-Synthie Pop vielleicht. Könnte hinkommen. Bei solchen Musikrichtungen handelt sich oft um Musik, welche zwar poporientiert ist, sich aber nie in den oberen Regionen der Charts wiederfindet. Bei "Blackout" dürfte das etwas anders aussehen.

Ja, Britney Spears. Ich erspare euch den obligatorischen Rundumschlag zu ihrer Person und gehe direkt zur Musik über. Den wohl selbstironischen Titel des Albums finde ich dennoch eher unpassend.

Musikalisch bewegen wir uns im Disco, Elektro Bereich. 80iger, 90iger und Sounds von heute schallen uns aus den Lautsprechern entgegen. Erstaunlich hierbei ist vorallem die zusammenhängende Soundsprache des Albums. Normalerweise würde man den üblichen Mix aus Produzenten erwarten, der für Vielfalt, aber nicht immer Homogenität sorgt.

So weit so gut. Bleibt offen, ob die Songs auf Grund ihrer ähnlichen Machart nicht zu langweilig geraten sind und ob sie überhaupt etwas taugen. Nun ich würde sagen "Gimme More" und zwar wortwörtlich.

Hier tun sich sicher Fragen auf. Ist ja auch klar. Die Antwort ist aber denkbar einfach. Das ist alles gar nicht schlecht. "Radar" oder "Break The Ice" überzeugen durchaus beim ersten Hören und auch "Gimme More" ist schon von Kritikern gelobt worden. "Heaven On Earth" ist jedoch zu flach, einfach zu öde, das könnte auch um 21 Uhr bei Wdr 2 laufen. Zu glatt, nicht anstößig, fast etwas billig. "Hot As Ice" geht als Discovariante eines modernen Girlpop durch und "Ooh Ooh Baby" ist irgendwie groovig anders.

Was da von Spears Gesangskunst zu halten ist, kann man kaum beurteilen. Ist sie doch durch eine Vielzahl von elektronischen Helfern gejagt, was bei dem vorliegenden Sound durchaus nachvollziehbar ist. Mehr als "Ok" bleibt nicht zu sagen, man hört das es Spears ist. Reicht doch, oder?

Nun aber zum Punkt. Wirkliche Hits hat das Album nicht. Ist nicht unbedingt schlimm, aber meine Kritik äußert sich darin, dass es wohl einfach zuviel Pop ist. Wäre das ganze etwas mehr Indie, wären die Nummern fetter, lauter, druckvoller, einfach eine Spur clubtauglicher. Und so findet sich der Bezug zur Überschrift. Hier sind Djs aller Art gefragt, die mal Hand anlegen.

Remixen ist angesagt. Die Basis für coole Sounds und Songs ist da, jetzt muss man nur noch mehr Energie hinzuzaubern. Oft werden coole Songs von übermotivierten Turntablerockern verhunzt, aber hier bietet es sich an. Los!

6 von 10 Punkten. Bisschen flach, bisschen innovativ, bisschen viel Pop.

Keine Kommentare: