?Wer ist Ronson, genauer Mark Ronson? Ein Dj und Produzent aus der Inselmonarchie, welcher schon länger sein Unwesen in der Musikszene treibt. Vornehmlich in England und den USA.
Es geht mir aber jetzt nicht um sein Soloalbum "Version", sondern um seine Mitarbeit am letzten Amy Winehouse Werk. Die Boulevardpresse hat diese Frau ganz groß rausgebracht, mit meist negativen Schlagzeilen. Ihr übermäßiger Kokainkonsum zusammen mit ihrem Mann ist wohl bekannt. Von ihrer Musik hat fast noch keiner etwas gehört, zumindest nicht diejenigen die Blitz auf Sat1 schauen! Tragisch ist beides, und so will ich mal ihre vortreffliche Stimme und den grandiosen 60ties Sound beleuchten.
Somit komme ich wieder auf Mark Ronson. Der hat nämlich bei diesem Album (zumindest zu einem großen Teil) fantastische Grooves und wirklich authentische Atmosphäre geformt. Hierzu gesellt sich die ausnahmslos soulige, außergewöhnliche und erwachsene vokale Darbietung von Madame Winehouse.
Das Schlagzeug ist irgendwie sehr schwierig zu definieren, zu Beginn irritierte es mich. Es klingt modern aufgenommen, bleibt dabei aber traditionell genug, um den kompromisslosen Motown Hörer in seinen Bann zu ziehen. Unterstützt wird es durch eine kraftvolle Armada aus Bläsern und auch Streichern. Und als wäre das nicht genug gesellt sich noch kreatives Songwriting mit eingängigen, laid-back Melodien dazu. Achja, ohne Amy Winehouse war das zwar qualitativ wertvoll, aber nicht zu gebrauchen. Ihre Stimme trägt die ganze Produktion. Muss man hören!
Keiner der Songs fällt zudem unangenehm auf. Es fügt sich zu einem guten Stück Musik zusammen. Macht Spaß mal wieder Spaß "Vintagesound" zu genießen. Jetzt zieh ich mir erstmal Hendrix rein, nur ohne Drogen.
9 von 10 Punkten. Das Problem ist das die ganze Kokaingeschichte mir manchmal den Spaß an dem Album verdirbt. Wie kann man mit seiner Gabe nur so schändlich umgehen.
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