Sonntag, 2. September 2007

Das ist Pop!

Ja ich hab Gedanken über Pop. Welche ich, auch wenn ich vielleicht zu keinem eindeutigen Schluss kommen kann, veröffentlichen möchte. Denn ein positives Urteil wäre sicherlich von fast jedem wahren Musikfreund mit viel Häme und Spott mir gegenüber verbunden und der umkehrte Fall lässt 14jährige aller Art aufbegehren. Ist schon hart als "unbarmherziger" Kritiker, macht aber Spaß!

Nun zum Fachlichen. Wer ist Rihanna und was macht die eigentlich? Coole Mucke werden die Einen es nennen, kommerziellen Ausverkauf ohne kulturellen Standpunkt oder Wert die Anderen. Ich hab längere Zeit überlegt inwiefern es mir möglich sein könnte diese Frage eindeutig zu klären, bzw. sie überhaupt angemessen zu erörtern.

Einen Song analysieren? Nee. Keinen Bock. Ihre Alben im Details beleuchten? Nee. Nun was dann? Einfach mal simpel und organisiert an die Sache herangehen scheint die angemessene Maßnahme zu sein.

Rihanna ist definitiv einer der angesagttesten und verachtestden Popstars momentan. Ihr Erfolg spricht für sich. Umbrella, ella, ella, e, e, e, ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh! Gnade, ist das nervig, aber mein Gott, ist das perfekt gemachter Pop. Und da beginnt das ganze Dilemma!

Pop ist eine Musikform welche oft nicht den Respekt erntet den es verdient. Jazzer, Klassiker zeigen sich angewidert von derart dilettantischen Umgang mit Musik. Sie liegen falsch und das wissen sie auch, wollen es aber nicht zugeben. Pop ist vielmehr als nur drei Akkorde. Es ist die Kunst aus wenig viel zu machen. Massen zu begeistern und nicht eine privilegierte Gesellschaft.
Pop ist eine große Maschinerie, bestehend aus Marketing, Songwriting, Presenting und Entertaining. Es bedarf einer Person oder mehrere die es verstehen Talente zu entdecken, sie zu formen und den Menschen als verehrenswert zu präsentieren. Das mag Alles sehr nüchtern und "unkünstlerisch" wirken, aber es bleibt, sofern es gelingt, eine äußerst respektable Leistung, welche sich durchaus in fantastischer Musik äußern kann.

Zurück zu Rihanna. Pon de Replay, oder da Replay, ich weiss nicht genau wie der Song hieß, was daran liegt, dass ich ihn absolut grauenhaft finde. Pop-Reggae oder so, mit einer nicht besonders attraktiven, nasal-singenden Dame, die doof grinst. Gefolgt von SOS. Das geht ab. Ein Beyonce Farbenvideo. Fetter Beat und sie sieht deutlich besser aus. Hah! Ich hatte recht. Pop! Genau das ist Pop. Jemand der nicht besonders attraktiv ist (in verschiedener Hinsicht) groß rausbringen.

Die Vorraussetzungen müssen gegeben sein, das will ich gar nicht abstreiten. Singen, ja sie sollte Töne treffen. Tanzen, Aussehen etc., man merkt worauf es hinausläuft. Die Riege hochbezahlter Produzenten und Marketingexperten zeigen sich von ihrer erfolgreichsten Seite.

Von vollkommen unbekannt zu vielleicht dem Star neben Justin, Nelly, und Timbaland! Musik die sich unweigerlich ins Hirn brennt, ein Gesicht das man nicht vergisst und ein Album auf extrem hohen Produktionsniveau. Beeindruckende Leistung! Pop!

Ich find sie trotzdem schrecklich. Ella, e, e. Grässlich. Ich bin Musiker. Hilfe!

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